Die Fahrradvermietung Deidesheim

Die Fahrradvermietung Deidesheim ist im März 2020 mit neuem Inhaber und viel Enthusiasmus in die Saison gestartet. Dann kam Corona und die Einschränkungen durch unsere Regierung, die wir alle kennen. Letztlich ging es dann erst los, als die Hotels Ende Mai wieder geöffnet haben und nun geht eine Saison zu Ende, die mir sehr viele neue Erkenntnisse gebracht hat. Erkenntnisse über die Menschen, über Ansprüche, über das Leben in Deutschland und wie schnell sich politisch gesteuert alles ändern kann.

Ich werde im Winter viel aufzuarbeiten haben und dann entscheiden, ob die Vermietung in Deidesheim so weiter geführt wird, wie das dieses Jahr der Fall war. Es wird ein einmaliger Winter, insbesondere für mich, denn das Wort "Wochenende" wird nun auch für mich wieder die Bedeutung bekommen, die es im Sommer komplett verloren hat.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die mir Zuspruch gegeben haben, die mich besucht haben und denen ich mit den Rädern ein Stück umweltfreundlicher Fortbewegung vermitteln durfte. Ich bedanke mich für das entgegen gebrachte Vertrauen, für die vielen lieben Worte und auch für die positiven Bewertungen.

Über die Pfalz von Karlheinz Fürst

Die Pfalz ist der Südwest Zipfel der Bundesrepublik, ungefähr ein Viereck zwischen Rhein und Saarland, sowie Rheinhessen und dem Elsass. Sie ist ca. 6000 Quadratkilometer groß, in Nord-Süd Richtung vom Hardtgebirge durchzogen, im Osten die Rheinebene mit dem Weinanbau an den Hängen der Hardt und im Westen nach dem Thüringer Wald das zweitgrößte zusammenhängende Waldgebiet der BRD, der Pfälzer Wald. Die Berge sind im Norden mit dem Donnersberg mit 687 Metern und im Mittelwesten mit der Kalmit mit 673 Metern noch von überschaubarer Höhe.

Die Vorderpfalz, wo zwischen Bockenheim im Norden und Schweigen im Süden die Deutsche Weinstraße verläuft, ist sehr fruchtbar und wird von der Sonne verwöhnt. Hier wachsen neben den Rebstöcken auch Mandelbäume, Feigen und Esskastanien. Dieser Landstrich wird deshalb oft die pfälzische Toskana genannt. Der Westen ist dagegen rauher und neben den ausgedehnten Wäldern mehr Kartoffelland. Dies ist der Grund, weshalb er gerne scherzhaft als Pfälzisch-Sibirien angesehen wird. So kann es passieren, dass, falls in der Vorderpfalz mal jemand über schlechtes Wetter klagt, ihm geantwortet wird, er könne doch noch froh sein, die in der Hinterpfalz hätten mal 14 Tage lang überhaupt kein Wetter gehabt.

Die Pfalz hat aber nicht nur reine Landschaft und Natur zu bieten die Kultur kommt auch nicht zu kurz. In Worms und Speyer sind große romanische Dome zu bewundern und im Pfälzer Wald gibt es rund 500 Burgruinen, unter ihnen die bekannte Barbarossaburg Trifels bei Annweiler. Und das Hambacher Schloss bei Neustadt gilt ja vielen als Wiege der deutschen Demokratie.

Wo Wein wächst gibt es auch fröhliche Feste. So gilt der Dürkheimer Wurstmarkt als das größte Weinfest der Welt. Und wo gefeiert wird, isst man auch gut und gerne. Die Pfälzer Küche ist zwar oft etwas deftig, aber der Pfälzer liebt zu seinem Wein nun mal eine herzhafte 'Unterlage'. So ist der Saumagen nicht nur das Leibgericht unseres ehemaligen Bundeskanzlers, sondern von fast allen Pfälzern. Eine weitere kulinarische Spezialität der Pfalz sind die Hawwedampnudele mit Grumbeeresupp, also Dampfnudeln mit Kartoffelsuppe.

So braucht sich niemand zu wundern, dass die Pfälzer überzeugt sind, ihr Land sei einmal das Paradies gewesen. Sie sehen sich auch heute noch als Mittelpunkt der Welt, soll doch nach einem Mundartgedicht von Paul Münch die Weltachse mitten durch die Pfalz gehen und der Pfälzer müsse diese Achse nur ordentlich schmieren, dann würde auf der Welt auch nichts passieren.